Abbruch?! Umbruch? Aufbruch!

Ein persönlicher Rück- und Ausblick

Es war am 8. November 2012, als wir das erste Mal in unserer Kreisgeschäftsstelle in der Märkischen Straße 64 (oder auch liebevoll #mks64 genannt) gefeiert haben.
Die Landtagswahlen waren gerade ein paar Monate her, und drei Dortmunder Piraten waren nun richtige, echte Mitglieder des Landtags! Von diesem Moment an waren wir keine herum segelnden Piraten mehr, sondern wir hatten nun unser eigenes Stück Land erobert! Oder eben immerhin ein Büro.

Aber nach und nach mussten wir realisieren: Piraten sind nicht dafür geschaffen, an einem Ort fest zu sitzen.

Das erklärt auch, warum wir uns von diesem Ort verabschiedet haben, aber trotzdem nicht kurz vor’m Kentern stehen.

Wir sind halt Piraten!

Wir segeln herum Sind immer unterwegs. Und eigentlich immer online. Und nun setzen wir wieder Segel und haben die nächste Landtagswahl vor uns auf’m Kompass! Denn auch wenn dieses Büro ja wirklich schön war: Wir sind in den letzten Jahren gar nicht so richtig oft hier vor Anker gegangen. Wir haben unsere Sitzungen und viele Gespräche  genau wie vorher online via Mumble geführt. Wir haben Mails und Tweets verschickt. Und auch mal telefoniert.

Denn eigentlich war die #mks64 nie unser Heimathafen.

Wir segeln oder surfen noch immer. Und so ziemlich jede und jeder von uns hat sein Schiff – meist in Form eines Smartphones – auch genau jetzt in der Tasche. Und in den drei Jahren mit diesem Büro haben wir genau das gleiche gemacht wie in den drei Jahren, die dieser Kreisverband noch kein Büro hatte: Wir haben diese „Schiffe“ benutzt, um uns an irgendeinem geeigneten Ort in der großen weiten Welt zu verabreden.

Weil Teilen noch immer das neue Haben ist und es genug öffentliche Räume gibt, um sich zu treffen. Weil wir auch gar nicht immer nur in unseren eigenen vier Wänden sitzen möchten. Und weil mit weniger Miete auch viel mehr Geld für einen spaßigen Wahlkampf bleibt.

Ein bisschen traurig sind wir aber doch…

Trotzdem sind wir aber auch mit einer Träne im Auge gegangen. Denn viele von uns haben natürlich auch einige schöne Erinnerungen an diesen Ort…

Wir haben hier viele konstruktive Gespräche geführt.
Wahlkämpfe geplant.
Demos – allen voran jedes Jahr den Global Marijuana March – vorbereitet.
Brötchen gegessen.
Dinge gesucht – ich bin mir sicher, in den meisten Büros findet man den Lichtschalter irgendwann.
Wir haben hier alles Mögliche gewählt.
Alles Mögliche gegrillt.
PCs für Geflüchtete wieder flott gemacht.
Wir haben gestritten und gelacht.

Danke schön!

Am 18. Juni haben wir noch einmal mit vielen Menschen, die uns in und um diese Räumlichkeiten begleitet haben, dort gefeiert, um danke schön zu sagen. Manche waren noch immer Piraten. Manche waren einmal Piraten gewesen. Und manche waren überhaupt nie Mitglied der Piraten. Es war ein Abend, an dem noch ein paar schöne Erinnerungen hinzu gekommen sind.

Und wir danken allen, die irgendwann einmal die Zeit gefunden haben, Teil dieser Erinnerungen zu werden. Ihr habt alle gemeinsam mit dafür gesorgt,  dass dieser Ort war, wie und was er war! Unabhängig davon, ob Ihr irgendwann einen Mitgliedsantrag dieses Vereins unterschrieben hattet.

Und darum war vor ein paar Wochen an der Märkischen Straße 64 noch die #mks64. Ab heute ist dort nur noch einfach die Märkische Straße 64. Nichts weiter.

Danke schön an alle, die Ihr ein Teil von all dem gewesen seid!

Aber keine Sorge: Ihr seid uns noch lange nicht los! Und im Zweifel sehen wir uns halt online!


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Nadja Reigl

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