Tierische Diskussion

Bei diesem Text handelt es sich um eine offizielle Pressemitteilung der Fraktion LINKE & PIRATEN, welcher von Claudia Behlau, der Pressereferentin dieser Fraktion, verfasst wurde.

Nicht nur Dortmund überrascht.Dich. Auch die CDU tut das. Übrigens zum
großen Vergnügen der Linken & Piraten in Dortmund. Nach der Ehe für alle,
bislang ein eher eher linkes Bundesthema, haben die Christdemokraten nun
eine weitere linke Zielgruppe für sich entdeckt. Dieses Mal in Dortmund. Es
geht um Hunde aus dem Tierheim.

Rückblick. Wir schreiben das Jahr 2012. Die Fraktion DIE LINKE stellt den
Antrag, die Hundesteuer für Hunde, die aus dem Tierheim „adoptiert“ werden,
im ersten Jahr um 144 Euro zu ermäßigen. Bei der Summe handelt es sich um
die aktuelle Höhe der Hundesteuer für den ersten Hund. Sie ist als eine Art
Belohnung oder Anreiz für Dortmunder Familien gedacht, die sich für ein
neues Familienmitglied aus dem Tierheim entscheiden. „Eine aktive Förderung
des Tierschutzes und ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung“, begründet
damals DIE LINKE ihre Idee. Schließlich verursacht ein Hund, der im
Tierheim leben muss, der Stadt Dortmund Kosten von rund 3600 Euro jährlich.

Doch der Antrag hat keinen Erfolg. Die großen Fraktionen, darunter auch die
CDU, schmettern den Vorschlag der Linken ab. „Doch so schlecht kann der
Antrag wohl nicht gewesen sein. Fünf Jahre später hat die CDU unseren
Antrag aus ihrer Wiedervorlage geholt“, sagt Nadja Reigl, stellvertretende
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

So hat die CDU gerade eben den Antrag gestellt, Hunde aus dem Tierheim für
eine befristete Zeit komplett von der Hundesteuer in Höhe von 156 Euro
jährlich (für den ersten Hund) zu befreien, oder die Hundesteuer für diese
Tiere zumindest zu ermäßigen.

„Wir sind angenehm überrascht. Wir wussten bislang gar nicht, wie viele
Gemeinsamkeiten wir mit der CDU haben“, schmunzelt Nadja Reigl. „Wir werden
diesem Antrag natürlich zustimmen. Und wir freuen uns, dass die CDU
aufgepasst hat und – im Vergleich zu unserem alten Antrag – die inzwischen
auf 156 Euro angehobene Steuer beachtet hat.“


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